Schlafnavigation von Bjoern Steinbrink - Buch - Seite 37
#34
SCHLAFNAVIGATION
Motorrahmen funktionieren nicht bei
Taschenfederkernmatratzen!
Diese Aussage ist so nicht richtig – sie stammt eher aus Zeiten, in
denen Technik im Schlafzimmer noch ziemlich überschaubar war. Man
muss
hier
sauber
unterscheiden:
zwischen
klassischen
Federkernmatratzen und Taschenfederkernmatratzen.
Federkernmatratzen bestehen aus einem durchgehenden Drahtsystem
– also einem Metallgeflecht, das sich durch die gesamte Matratze zieht.
Einzelne, unabhängig arbeitende Federn? Fehlanzeige. Das Ganze ist
relativ starr und reagiert entsprechend wenig flexibel. Deshalb sind
solche Matratzen für Motorrahmen eher ungeeignet.
Ganz anders sieht es bei Taschenfederkernmatratzen aus. Hier sind
viele einzelne Federn jeweils in kleinen Taschen verpackt und arbeiten
unabhängig voneinander. Dadurch entsteht deutlich mehr Flexibilität,
was sie grundsätzlich kompatibel mit Motorrahmen macht.
Auch ergonomisch ist der Unterschied relevant. Klassische
Federkernmatratzen sind oft recht fest konstruiert, weil sie sonst schnell
zum
„Hängematten-Erlebnis“
werden
würden.
Taschenfederkernmodelle arbeiten dagegen häufig mit Zonen, um Schulter und
Becken unterschiedlich aufzunehmen. Aber – diese Anpassung
passiert nicht automatisch.
Und genau hier kommt wieder der entscheidende Punkt ins Spiel: der
Unterbau. Egal wie gut die Matratze ist, ohne passende Unterfederung
bleibt das Ergebnis oft mittelmäßig.
Deshalb sind Systeme wie Boxspringbetten kritisch zu sehen. Sie
bieten kaum echte Einstellmöglichkeiten. Und ja – manchmal hilft ein
einfacher Lattenrost mehr als ein schickes Boxspringbett.
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www.bjoernsteinbrink.de. Ich bin Dein Ansprechpartner für die perfekte Bettausstattung.