Schlafnavigation von Bjoern Steinbrink - Buch - Seite 48
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SCHLAFNAVIGATION
Bei Baby- und Kindermatratzen muss man
sehr viel beachten!
Am Ende musst Du deutlich weniger beachten, als Dir die Industrie
einreden möchte. Gerade bei Kindermatratzen wird gerne mit Ängsten
gespielt – besonders bei werdenden Eltern. Da werden schnell
Szenarien aufgebaut, bei denen man denkt: „Wenn ich jetzt das
Falsche kaufe, passiert etwas Schlimmes.“ Ganz ehrlich: Das ist oft
mehr Marketing als Realität.
Natürlich willst Du als Elternteil nur das Beste für Dein Kind – völlig klar.
Aber ein bisschen gesunder Menschenverstand hilft hier mehr als jedes
Hochglanzversprechen. Grundsätzlich sollte eine Kindermatratze nicht
zu fest sein. Druck auf Gelenke, Gefäße und die noch sehr
empfindliche Muskulatur ist keine gute Idee. Das versteht eigentlich
jeder sofort. Aber darüber hinaus brauchst Du kein High-End-Material
aus der Marketing-Hölle. Eine solide Kaltschaummatratze reicht in den
meisten Fällen völlig aus. Kein Kokos, kein „Super-Naturkern“, kein
Zauberstoff notwendig.
Besonders kritisch wird es beim Thema plötzlicher Kindstod. Das wird
gerne als Verkaufsargument missbraucht. Wenn man sich aber
anschaut, was das eigentlich bedeutet – ein Todesfall ohne klar
erkennbare Ursache – merkt man schnell: Hier wird mit Unsicherheit
gespielt, nicht mit Fakten.
Auch das Thema „gefährliche Stoffe“ wird gerne genutzt, um andere
Materialien schlechtzureden. Fakt ist: Gute Kaltschaummatratzen sind
unbedenklich und entsprechend zertifiziert. Das gilt übrigens genauso
für Matratzen für Erwachsene. Klar, wenn Du die absolut billigste
Matratze für 40 Euro irgendwo bestellst, solltest Du genauer
hinschauen. Aber zwischen „billig“ und „übertrieben teuer“ liegt ein sehr
vernünftiger Mittelweg. Und genau der ist in den meisten Fällen völlig
ausreichend.
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