Schlafnavigation von Bjoern Steinbrink - Buch - Seite 28
#25
SCHLAFNAVIGATION
Mir ist immer kalt - ich brauche ein dickes
Oberbett!
Das ist absolut falsch! Es geht nicht um die Menge des Materials,
sondern um die Qualität. Eine dicke Decke ist nicht automatisch besser
– auch wenn sie auf den ersten Blick nach „viel hilft viel“ aussieht.
Entscheidend sind zwei Dinge: Erstens muss die Feuchtigkeit, die Dein
Körper nachts abgibt, zuverlässig abtransportiert werden. Bleibt sie auf
der Haut, kühlst Du aus. Zweitens soll die Decke Dich gleichzeitig
angenehm warm halten, da Deine Körpertemperatur im Schlaf sinkt.
Klingt widersprüchlich? Ist aber genau das, was eine gute Decke
leisten muss.
Im Grunde ist Deine Bettdecke nichts anderes als eine Klimaanlage –
nur ohne Fernbedienung. Sie reguliert Temperatur und Feuchtigkeit.
Und wie bei jeder Klimaanlage gilt: Qualität schlägt Größe.
Ein gutes Beispiel ist Daune. Viele denken dabei an Omas schwere,
dicke Decke – oft mit Federanteil, damit sie schön voluminös und
günstig ist. Viel Material, wenig Funktion. Das Gegenteil sind
hochwertige Daunen wie Eiderdaune. Diese Decken sind erstaunlich
dünn, weil die Qualität der Füllung so hoch ist, dass wenig Material
völlig ausreicht. Sie transportieren Feuchtigkeit hervorragend und
sorgen gleichzeitig für optimalen Wärmeeinschluss. Kurz gesagt: HighEnd-Klimatechnik fürs Bett – nur eben nicht ganz billig.
Und genau dieses Prinzip gilt für alle Materialien. Je besser die
Qualität, desto weniger Füllmenge brauchst Du. Eine dicke Decke aus
minderwertigem Material bringt Dir gar nichts – außer Schwitzen und
Frieren im Wechsel. Denn wenn sich Feuchtigkeit auf Deiner Haut
staut, hast Du genau das Gegenteil von gutem Schlaf erreicht.
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www.bjoernsteinbrink.de. Ich bin Dein Ansprechpartner für die perfekte Bettausstattung.