Schlafnavigation von Bjoern Steinbrink - Buch - Seite 22
#19
SCHLAFNAVIGATION
Ein Tellerlattenrost ist das Allerbeste
überhaupt!
Und ein Elefant ist ein gutes Haustier – klingt ungefähr genauso
sinnvoll wie „das ist der beste Lattenrost“. Die Wahrheit ist: Es gibt nicht
den besten, sondern nur das, was zu Dir passt. Alles andere ist
Verkaufsrhetorik mit hübscher Verpackung.
Tellerlattenroste gibt es übrigens schon ewig. Ursprünglich kommen sie
gar nicht aus dem Schlafzimmer, sondern aus dem Boots- und
Campingbereich. Dort wurden die kleinen Teller auf einfache Platten
geschraubt, um das Liegen etwas komfortabler zu machen. Gleichzeitig
konnte man damit auch Rundungen bauen – zum Beispiel im Bug eines
Schiffes. Praktisch, funktional, aber eben für einen ganz anderen
Einsatzzweck gedacht.
Im Schlafzimmer haben sich diese Systeme bis heute nicht wirklich
durchgesetzt. Einen kleinen Hype gab es, als TEMPUR angefangen
hat, Tellerlattenroste zusammen mit ihren Matratzen zu vermarkten.
Seitdem tauchen sie immer mal wieder auf – bleiben aber eher die
Exoten unter den Unterfederungen.
Und das hat Gründe. Im Vergleich zu gut einstellbaren Lattenrosten
fehlt oft die wirklich präzise Anpassbarkeit an unterschiedliche
Körperformen. Im Campingbus oder auf dem Boot ist das völlig in
Ordnung – da geht es darum, aus einer einfachen Basis das Beste
rauszuholen. Im Schlafzimmer, wo es um echte Ergonomie geht, gibt es
schlicht bessere Lösungen.
Kurz gesagt: Tellerlattenroste sind keine Katastrophe – aber eben auch
keine Wunderwaffe. Für den Urlaub top, für dauerhaft guten Schlaf
eher… zweite Wahl.
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