Schlafnavigation von Bjoern Steinbrink - Buch - Seite 10
#7
SCHLAFNAVIGATION
Ich kann am besten auf dem Bauch
schlafen!
Bei dieser Aussage bin ich oft versucht zu fragen: „Auf wessen?“ –
verkneife es mir aber meist. Denn ganz ehrlich: Bauchschlaf ist selten
eine wirklich gute Idee. Schon allein aus einem simplen Grund – man
möchte morgens ja noch aufwachen. Da wir eher schlecht direkt ins
Kissen atmen können, wird der Kopf zwangsläufig zur Seite gedreht.
Klingt harmlos, bedeutet aber, dass die Halswirbelsäule die ganze
Nacht in einer verdrehten Position verharrt und die Nackenmuskulatur
dauerhaft unter Spannung steht. Entspannung sieht anders aus.
Viele Bauchschläfer legen zusätzlich noch ein Bein seitlich ab. Das
führt zu einer Verdrehung der Lendenwirbelsäule und einer
Überstreckung in der Hüfte – also quasi ein Ganzkörper-Workshop in
Fehlhaltung, Nacht für Nacht.
Interessant ist: Bauchlage ist oft keine bewusste Entscheidung,
sondern eher eine Art „Fluchtposition“. Wenn das Bett keine vernünftige
Lagerung zulässt, sucht sich der Körper einen Ausweg. Ist zum Beispiel
der Schulterbereich der Matratze zu fest, wird das Gelenk unangenehm
gestaucht. Der Körper reagiert prompt und dreht sich weg – und landet
nicht selten auf dem Bauch.
Auch eine unpassende Zonierung der Matratze oder ein schlecht
eingestellter Lattenrost können genau diesen Effekt verstärken. Häufig
betrifft das Menschen, die sich mit ihrer Bettausstattung noch nie
wirklich auseinandergesetzt haben. Die gute Nachricht: Wird das Bett
sinnvoll an die eigene Körperform angepasst, verabschiedet sich die
Bauchlage oft ganz von allein – und der Körper kehrt zurück zu dem,
was evolutionär eigentlich vorgesehen ist: der entspannten Seitenlage.
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www.bjoernsteinbrink.de. Ich bin Dein Ansprechpartner für die perfekte Bettausstattung.